Dienstag, 3. August 1999

Kajakurlaub Alpen III

2. Tag: Isar (11km)
Heute stand die obere Isar auf dem Programm. Nachdem wir die österreichische Grenze passiert hatten, parkten wir den Bulli - ausversehen - im Halteverbot (Wir bekamen auch einen Strafzettel) und fuhren mit einer Art Paddler-Taxi auf einem endlos lang scheinenden Schotterweg das Isartal hinauf. (Preis: 10DM/70ÖS pro Pers.)
Die Sonne schien, der Himmel war wolkenfrei und das leicht türkis schimmernde Wasser glitzerte verführerisch. Rein in die (noch nassen) Neoprenklamotten und ab aufs Wasser!>
Das erste Stück verlief recht ruhig (WW2), wir hatten auch hier wieder relativ wenig Wasser. Doch nach kurzer Zeit nahm das Gefälle plötzlich zu, hohe Felsen säumten die Ufer und das vorher weit in den Kiesbänken verteilte Wasser vereinigte sich in der kurzen aber schönen Klamm zu einer schönen Schwallstrecke. Anders als auf der Ammer mangelte es hier jedoch an Kehrwässern und so hielten wir uns auch nicht viel mit Spielereien auf. Wer ein Kehrwasser fand, wurde sofort von Geschwadern Blinder Fliegen oder Bremsen attackiert.
(Foto 3)
Ungeachtet dieser Umstände erfreuten wir uns an der unglaublichen natürlichen Schönheit des Isartales, ja einige von uns - ich auch - achteten so wenig auf den Fluß, dass wir erst wieder "aufgeweckt" wurden, als uns Olli zurief, dass wir uns gerade über dem Zugseil eines Kiesbaggers befänden. Wir nahmen die Paddel in die Hand und sahen zu, dass wir wegkamen. Der Baggerführer schaute auch ziemlich grimmig aus seinem Führerhäuschen heraus und holte, kaum das wir zwei Meter Abstand hatten, seine "Kiesschaufel" wieder ein.
Kurz danach erreichten wir auch schon den Parkplatz, wo unser Bulli im Parkverbot vor sich hinträumte.





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