Donnerstag, 7. Oktober 2010

Hurghada Oktober 2010

Das Wetter in Deutschland ließ im August und September doch sehr zu wünschen übrig. Der Plan war, noch eine Woche Sonne zu tanken, bevor der lange Winter einbricht. Also haben wir spontan im Internet eine Woche Hurghada gebucht.

Pauschalreise? Ja! Wir wussten nicht, was wir (uns an-) tun...


Der Ausblick von unserem Hotelzimmer. Im Hintergrund das Rote Meer. Davor, wie überall hier, unfertige, hässliche, Betonbauten.


Das ist die Straße vor unserem Hotel...


...und so sieht es dahinter aus (und nicht nur dort, sondern eigentlich fast überall)!


Unser Hotelstrand: 50 Meter nach links, 50 Meter nach rechts. Auf beiden Seiten abgezäunt, dahinter die vierspurige Straße. Und alle Nasen lang ein nerviger Typ, der uns etwas verkaufen will, während aus dicken Boxen ununterbrochen orientalische Disco-Musik (?) ballert.


Auf der Suche nach einer gemütlicheren Strandparzelle kommen wir an den Hafen, wo gerade eine Moschee gebaut wird. Wie überall ist auch hier das bevorzugte Baumaterial wunderschöner Stahlbeton.


Unser neuer Strand kostet uns zwar Eintritt, ist aber dafür verhältnismäßig akzeptabel.


Zwischen unbebauten Flächen, die hier überall als Müllkippe fungieren, sehen wir auch den ein oder anderen "Aldi"-Markt. Praktisch: Hier sind Aldi-Nord und Aldi-Süd noch in einer Hand.


Jede Taxifahrt kostet uns übrigens Nerven: Fast immer endet die Verhandlung mit einem der dreisten Taxifahrer in einem nahezu handfesten Streit. Entweder verlangen die Kerle sofort einen utopischen Fahrpreis oder sie weigern sich, das Taxameter anzuschalten. Für eine Strecke, die nach Tarif 5 Ägyptische Pfund (~ 0,70 €) kostet, verlangen die schonmal ohne mit der Wimper zu zucken 50,- Pfund. Ich bin ja aus Südamerika einiges gewohnt, aber das hier toppt alles. Einer wollte uns sogar auf unglaublich dreiste Weise zum Islam bekehren. Wir haben dann an der nächsten Kreuzung fluchtartig das Taxi verlassen ohne zu zahlen (er verlangte sowieso viel zu viel und wurde auch noch frech). Ich zahle ja als "Touri" gerne etwas mehr, aber irgendwo liegen auch die Grenzen zwischen Trinkgeld und Abzocke.





Weil das Rumgammeln am Strand auf Dauer etwas anstrengend wurde, haben wir auch mal etwas anderes unternommen. Hier besteigen wir gerade unser Tauchboot, das uns zur Location bringen wird. Wir haben übrigens sehr wenig Geld bezahlt (unwissentlich), nämlich etwa die Hälfte des gängigen Tarifs für einen Tagesausflug. Dafür war unser Guide, wie wir später herausfanden, auch gar kein zertifizierter Tauchlehrer, sondern ein angeberischer Schwindler, der sich seine Lizenz auf dem Schwarzmarkt gekauft hat. Naja, egal: Wir leben noch.



Der "Schiffsjunge" macht die Taue fest.



Genug gemeckert! Das Rote Meer ist super und das lassen wir uns nicht verderben!


Aber das muss gesagt werden: Never ever dive with Tarek!!



Olga wird für den ersten Tauchgang ihres Lebens präpariert....




...und abgetaucht!




Jetzt bin ich an der Reihe.



Wieder oben. Der ganze Klumpatsch wiegt übrigens sehr viel mehr, als ich angenommen hätte.



Und so sieht es am Strand neben dem Schiffsanleger aus: echt ägyptisch?


Abends im Hotel haben wir Besuch bekommen. Leider war niemand vom Hotelpersonal in der Lage, dieses arme Tier aus dem Raum zu entfernen (Angst?). So mussten wir die Ratte selbst fangen, um in Ruhe schlafen zu können (Es ist nicht das arme Tier selbst, welches uns Sorgen bereitete, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Kerlchen meistens über die Kanalisation aus dem Klo gekrochen kommen und sich auch sonst an Orten herumtreiben, die dafür prädestiniert sind, diese Nager mit allerlei gefährlichem Zeugs auszustatten, das sie dann ungewollt auf uns übertragen könnten.).


Heute machen wir mal einen auf echte (doofe) Touris. Mit dem Quad durch die Wüste heizen und dann ein "Beduinendorf" (wir werden noch darauf zurückkommen) besichtigen.


Das Quad fahren an sich macht wirklich Spaß. Wenn ich daran denke, wie ich vor zwei Jahren mein vollbepacktes Fahrrad durch die Atacama schieben musste, wegen dem Tiefsand...und jetzt fliegen wir einfach mit 80 Sachen darüber hinweg!


Wir besichtigen den Einzigen Baum, ein wahres Highlight hier!






Im "Beduinendorf" angekommen, wird Olla auf ein Kamel genötigt...ich weigere mich. Das ist mir zu Klischee behaftet und ich habe schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht.
Das Beduinendorf entpuppt sich wie erwartet als dämliche Attrappe und die Beduinen als Statisten, die aus der Stadt dahin gekarrt werden. Ich habe übrigens 11 "Beduinen", Kinder eingeschlossen, gezählt. So ein Stamm wäre zum Aussterben verurteilt!


Trotzdem: Die Wüste ist wunderschön, vor allem im beginnenden Sonnenuntergang.


Nachts sitzen wir mit Mario, einem deutschen Tauchlehrer, der hier wohnt, und den wir beim Tauchen kennen gelernt haben, noch in der Kneipe "Oscar´s". Und das war´s.


Mehr Bilder gibt es hier:

Hurghada Oktober 2010

Sonntag, 8. August 2010

Wandern in Kärnten und Slowenien

Gegen Mittag in Zlan bei Spittal an der Drau angekommen, blieb noch Zeit für eine kurze Runde über den Hausberg, das Goldeck.


Blick vom Martennock (knapp unterhalb vom Goldeck) auf Spittal und Millstätter See


Gipfelkreuz Goldeck (2142m)


Blick Richtung Süden mit Gasseralm (vorn) und Julischen Alpen (hinten)


nächster Tag: über Fischeralm und Bodenalm zum Weißensee



zünftige Jause auf der Bodenalm


am Nordufer des Weißensees (Ronacher Fels)





nächster Tag: Garnitzenklamm






am Ende des 4. Teilstücks


Danach fahren wir nach Slowenien und campen auf Camp Kovac an der Soca. Anschließend waschen bei 8 Grad.


nächster Tag: Kanin (2.587m) - mit der Seilbahn geht es bis auf 1.850 Meter, danach zu Fuß weiter


das Wetter ist ein Problem



Blick auf die Seilbahnstation, dahinter das Tal von Bovec



Endlich auf dem Kamm. Hier müssen wir leider umkehren, um noch die letzte Talfahrt der Seilbahn zu erreichen.


Wir trösten uns mit Pivo an der Soca.


Nächster Tag: Zurück in Kärnten ist das Wetter sehr schlecht. Wir lassen den Mittagskogel ausfallen und besichtigen statt dessen die Burg Hochosterwitz.


Durch ganze 14 Tore führt der Weg zur Burg hinauf.






Am nächsten und letzten Tag besteigen wir den Gartnerkofel (2.195m) im Nassfeld.



Aussicht über das Nassfeld


letzter Abschnitt vorm Gipfel


am Gipfelkreuz






mit dem letzten Sessellift fahren wir (für umsonst) runter

Noch mehr Fotos findet ihr hier:

Kärnten und Slowenien 2010